Ein langer, närrischer Zug schlängelte sich am Faschingssonntag trotz regnerischen Wetters durch die Straßen der Marktgemeinde und wurde von zahlreichen Zuschauern begeistert gefeiert.
Über 1000 aktive Teilnehmer waren als Fußgruppen, Musikkapellen, Faschingswägen und Partyhüttenwägen dabei. Entlang der Zugstrecke in der Post- und Marktstraße säumten viele Besucher die Straßen. Die Kinder sammelten unermüdlich Süßigkeiten, die von den Narren großzügig in die Menge geworfen wurden. Vom Balkon des Rathauses kommentierten Bürgermeister Thomas Gasser und Rita Kapferer, Vorstand des Sing-Sang, das bunte Geschehen und lobten die gelungenen Kostümierungen der Zugteilnehmer. Der ganze Ort hatte sich mit zahlreichen farbenfrohen Luftballons festlich herausgeputzt.
Pünktlich um 14 Uhr setzte sich der Gaudiwurm in Bewegung, nachdem die Weildorfer Kinderschnalzer den Weg freigeschnalzt hatten. Den Auftakt machte der Wagen der Faschingsgesellschaft Sing-Sang, gefolgt von der Garde und den Powerkids des TSV Teisendorf. Für den richtigen Klangteppich sorgte die bunt kostümierte Musikkapelle Teisendorf. Eine Schar wilder Piraten aus dem Kindergarten Teisendorf war ebenso mit dabei, während sich der Kindergarten Oberteisendorf unter dem Motto „Wir entdecken Wald und Wiese“ präsentierte.
In langer Folge zogen anschließend die Faschingsgesellschaften aus Kammer, Traunstein, Waging und Chieming mit ihren Wägen, Garden und Elferräten, teils auch mit Prinzenpaaren und Fanfarenzügen, an den staunenden Zuschauern vorbei. Die Berchtesgadener Goaßnzunft beeindruckte mit ihren originellen Holzmasken. Musikkapellen aus Kirchanschöring, Waging, Surheim, Freilassing, Weildorf und Grabenstätt sorgten live und lautstark für beste Stimmung. Die Musikanten zeigten sich dabei äußerst einfallsreich verkleidet, etwa als Schafherde, Märchenfiguren, Minions oder Pumuckl.
Auch die zahlreichen Fußgruppen überzeugten mit fantasievollen Kostümen und originellen Themen. König Ludwig gab sich mit seinen Schwäninnen die Ehre, Asterix und Obelix versuchten Teisanien zu erobern, und die Sonntagsfahrer am Lago die Wago waren aus Waging angereist. Mit dabei waren außerdem die Harlekin Girls aus Vachendorf. Ein mexikanisches Totenfest zeigte sich alles andere als traurig, sondern fröhlich und temperamentvoll. Die Teisendorfer Wurstbürger präsentierten einen „Schweinskopf al dente“, während die Teisendorfer Kleine Karnevalsgesellschaft aus Sushi und Wok-Gemüse bestand. Die Achthaler Wikinger waren überzeugt, dass ihr Wikingerschiff endlich ausläuft – nur der genaue Zeitpunkt war noch ungewiss.
Acht Faschingshüttenwägen hatten in der Lindenallee Aufstellung genommen und reihten sich in den Zug ein. Mit Themen wie „Shawn, das Schaf“, „Harry Potter“ oder „Après Ski“ boten sie ein besonders farbenfrohes Bild und beste Feierlaune.
Nach dem Umzug wurde auf dem Marktplatz, in den Teisendorfer Gaststätten und im großen Partyzelt auf dem Wieninger-Gelände noch ausgiebig weitergefeiert.
Bericht von Frau Dr. Monika Konnert