Teisendorf – Die Faschingsgesellschaft Sing-Sang hat bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung auf ein gelungenes und arbeitsreiches Jahr 2017 zurückgeblickt.

JHV 2017

Neben den zahlreichen Veranstaltungen in der Faschingssaison gab es das ganze Jahr über Aktivitäten, die das Vereinsleben bereicherten und über die Präsidentin Rita Kapferer in ihrem Jahresrückblick berichtete. Als Beispiele nannte sie ein Minigolfturnier aller aktiven Sing-Sangler beim Minigolfplatz in Waging oder das Vereineturnier im Asphaltstockschießen in Neukirchen, gemeinsam mit den Faschingsfreunden aus Berchtesgaden, Salzburg und Schlierbach.

Natürlich sei auch in diesem Jahr der Faschingszug für den Verein die wichtigste Veranstaltung gewesen, so Rita Kapferer. Bei strahlendem Wetter waren viele Zuschauer gekommen, um die Gruppen und einige mit hohen Auflagen wieder zugelassene Hüttenwagen zu bestaunen. Auch Sing-Sang habe einen gelungenen Wagen in Form eines Heißluftballons mit dem aufblasbaren Gaudiwurm gehabt. Damit habe man an mehreren Umzügen in der Region teilgenommen.

»In Kammer wurde unter den staunenden Blicken der Zuschauer etwas Luft aus dem Gaudiwurm gelassen, damit er unter einer Starkstromleitung durchpasste. Danach wurde er wieder aufgeblasen – ein Husarenstück«, meinte die Präsidentin. Als weitere Höhepunkte der Faschingssaison nannte sie den Familienfasching und den Kinderfasching, die beide sehr gut besucht waren.

Die Vorbereitungen für das nächste Jahr würden bereits laufen. »Auch wie unser Wagen ausschauen wird, wissen wir bereits«, meinte Kapferer. Sie hoffe auch diesmal auf viele Helfer beim Wagenbau und bedankte sich ausdrücklich bei Helmut Unterreiner, der den Wagen 2017 maßgeblich gestaltet hatte und bei Peter Dorfleitner fürs Bemalen des Faschingswagens.

Eine Hauptattraktion des Teisendorfer Faschings sind die Garden. Die von Rita Kapferer trainierte Kindergarde mit 15 Mädels und einem Buben als Gardemajor hatte in der Saison 2017 zwölf Auftritte und war bei drei Faschingszügen dabei. Der »große Tag« der Kindergarde sei immer der »Unsinnige Donnerstag« und der »Ruaßige Freitag«, so die Trainerin, wenn die Kinder in den Schulen und Kindergärten in Teisendorf und Weildorf, im Teisendorfer Altenheim und im HPZ Piding auftreten. Da seien die Kinder zur Höchstform aufgelaufen.

Die große »Garde« mit zwölf Mädels und zwei Buben wurde heuer erstmals von Ann-Kathrin Huber aus Waging trainiert. Das Training hatte schon im Juli vorigen Jahres begonnen. Neben den vielen Auftritten in Teisendorf hat die Garde in Surheim, Grabenstätt, Steinkirchen, Berchtesgaden, Kuchl, Anger, Waging, Kammer, Trostberg, Laufen und Mitterfelden den Fasching aktiv mitgestaltet. Ein beeindruckendes Programm, bei dem, wie die Trainerin erläuterte, nicht selten durch ungeplante Ausfälle spontane Änderungen notwendig gewesen seien. Die Arbeit sei zwar anstrengend gewesen, habe ihr aber auch viel Freude gemacht. Auf die Unterstützung des Elferrats und seiner Präsidentin habe sie immer zählen können.

Bürgermeister Thomas Gasser überbrachte in seinem Grußwort den Dank der Gemeinde an den Sing-Sang-Verein. »Weil ihr die Gaudi ernst nehmt, haben andere Zeit und Gelegenheit zum Feiern«. Damit ein Verein so erfolgreich sein könne wie Sing-Sang, brauche es die richtigen Leute an der richtigen Stelle. Daher gehe sein Dank an den Elferrat und speziell an Rita Kapferer, die sich seit vielen Jahren mit ganzer Kraft für den Teisendorfer Fasching engagiere. Die Gemeinde versuche ihren Beitrag zum Gelingen des Faschingsumzugs zu erbringen und werde dies auch in Zukunft tun.

Franz Wallner, der Vorgänger von Rita Kapferer im Präsidentenamt, erläuterte zur Verwunderung vieler Anwesender, dass es den ersten Faschingsumzug in Teisendorf bereits 1881, also vor fast 140 Jahren gegeben habe. Er sei im Besitz einer Urkunde, die dies bestätige. Diese würde er gern der Marktgemeinde übereignen, um an geeigneter Stelle an die lange Tradition des Teisendorfer Faschings zu erinnern. Bürgermeister Gasser und alle Mitglieder des Elferrats begrüßten diesen Vorschlag ausdrücklich. Für die Übergabe soll nun ein geeigneter Rahmen gefunden werden.

Die finanzielle Lage des Vereins ist zufriedenstellend. Kassier Christian Willberger präsentierte eine positive Jahresbilanz 2017. Die höchsten Ausgabe- und Einnahmeposten beziehen sich erwartungsgemäß auf den Faschingszug und die Garde. In diesem Jahr wurde aber auch kräftig in den Internetauftritt investiert, um diesen ansprechender zu gestalten. Die Präsidentin dankte Christian Willberger für seine Arbeit und die stets vorbildliche Kassenführung, die ihm von den beiden Kassenprüfern Bernhard Ramstötter und Mathias Mühlbacher auch diesmal bescheinigt wurde.

Die neue Saison haben die Teisendorfer Faschingsnarren bereits am 11.11. um 11 Uhr mit der Erstürmung des Rathauses begonnen (wir berichteten). Rita Kapferer bedankte sich bei Bürgermeister Thomas Gasser, dass er den Spaß so super mitgemacht habe. Der kommende Fasching werde zwar kurz, aber auch anstrengend, daher werde jede Hilfe gebraucht. Im Elferrat sei immer ein Platz frei für Leute, die sich für den Teisendorfer Fasching einsetzen möchten. kon